Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Heute im Lorenz-von-Stein-Institut mit Prof. Schliesky und Prof. Hering vom Landesarchiv. Ein Trommelwerk von Thesen: Schleswig-Holstein konnte Ort der demokratischen Speerspitze werden, weil anders als in anderen Bundesländern der König weit weg und das Land ohne feste Bindung zu einer Obrigkeit war – das ließe sich bis heute ja fortschreiben. Oder auch: Das Land war einfach eines der rückständigsten. Dadurch war auch der Druck zu Handlungen am radikalsten. Auch dies hat Bezug zur Gegenwart. Lange wurde über Stein, Falck, Dahlmann gesprochen, die über die Analyse des Verwaltungsapparats zur Demokratiebewegung kamen.

Prof. Dr. Rainer Hering; Landesarchiv SH, Robert Habeck und Prof. Dr. Schliesky; Lorenz-von-Stein-Institut mit dem Lorenz-von-Stein Teller
Conclusio für die Gegenwart: Die Verwaltung ist kein neutrales Gebilde, sondern Ausdruck des Begehrens und Lebens der Bevölkerung. Damals wurde dieser "Ausdruck" nicht mehr gesehen. Die Krise 1830ff war eine Legitimation von Macht. Das ist vermutlich der virulenteste Bezug zur Gegenwart. Wird Macht noch als legitim angesehen? Nikolaus Falck schreibt: "Denn besser als das Recht ist das beste aller menschlichen Dinge nicht." Das Recht aber – siehe Wahlrecht in SH – ist umkämpft und muss immer neu erkämpft werden. Aus den Professoren wurden Politiker, was allerdings nicht immer hilfreich ist.