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Terminübersicht

Reise in die Schleswig-Holsteinische Revolution
mit Robert Habeck

22. Juli, 15.00 Uhr
Heimatmuseum in Keitum auf Sylt
Silke von Bremen, Travelmanagement Sylt

Lornsen-Denkmal in Keitum

Auf den Spuren von Uwe Jens Lornsen: Lornsen war Landvogt von Sylt und veröffentlichte 1830 die Flugschrift "Über das Verfassungswerk in Schleswig-Holstein", in der er eine gemeinsame Verfassung für Schleswig und Holstein forderte.

 

23. Juli 11.00 Uhr
Königlich-dänisches Generalkonsulat, Flensburg
Generalkonsul Dr. Henrik Becker-Christensen und Anke Spoorendonk (SSW)

Der Kampf für Demokratie artikulierte sich als nationales Bestreben. So standen sich die beiden großen Gegenspieler, Theodor Olshausen auf der schleswig-holsteinischen Seite und Orla Lehmann auf dänischer Seite quasi spiegelbildlich gegenüber. Beide wollten eine Verfassung, Demokratie und die Überwindung der Monarchie.

 

27. Juli, 10.00 Uhr
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, Kiel
Direktor Dr. Jens Ahlers

Bilder aus der schleswig-holsteinischen Revolution, u.a "Proklamation der provisorischen Regierung" von Hans Olde.

27. Juli, (im Anschluss)

Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Dr. Henning Unverhau, Historiker

Orla Lehmann spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung des dänischen Grundgesetzes von 1849.

 

28. Juli 10.00 Uhr
Grenzbegehung, Besichtigung Dannewerk, Schleswig
Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, Leiter des Archäologischen Landesamts

Die Eiderdänen wollten eine dänische Südgrenze entlang der Eider, die Schleswig-Holsteiner eine Nordgrenze entlang der Königsau, in der Mitte liegt das Dannewerk, traditionsreiche Wehrlinie.

28. Juli (im Anschluss)
Schloss Gottorf, Hesterberg, Schleswig

Spuren der Demokratie: Beim Sängerfest auf dem Hesterberg 1844 wurde das Schleswig-Holstein-Lied erstmals gesungen und die Schleswig-Holstein-Fahne erstmals gezeigt. In Schleswig fand der Ständetag statt. Der Ständesaal ist Teil des Schleswiger Rathauses.

 

28. Juli 15.00 Uhr
Landesarchiv Schleswig-Holstein, Schleswig

Prof Dr. Rainer Hering, Leiter Landesarchiv, der die wichtigsten Urkunden vorstellt, u.a. die Verfassung des Landes.

 

3. August, 10.00 Uhr
Lorenz von Stein Institut, Kiel
Prof. Utz Schliesky

Die Ursprünge: Während die Verfassung für Deutschland im Theoretischen stecken blieb, war sie in Schleswig-Holstein Wirklichkeit. Schleswig-Holstein nimmt so eine Sonderstellung in den deutschen Ländern ein – und zwar eine vergessene. Diese in Erinnerung zu rufen, ist Sinn des Besuchs des Lorenz von Stein Instituts und Gespräch mit Prof. Utz Schliesky über die Schleswig-Holsteinische Revolution und Verfassung.

 

17. August, 10.00 Uhr
Rendsburg
Dr. Martin Westphal, Direktor Historisches Museum

Hier versammelten sich die vorher getrennt tagenden Ständeversammlungen von Holstein und Schleswig zu einer gemeinsamen Versammlung. Unter Führung von Theodor Olshausen wurde im Rendsburger Stadttheater eine Botschaft an den dänischen König verfasst. Später wurde das Arsenal in Rendsburg als erste Aktion der neuen schleswig-holsteinischen  Armee eingenommen. Vor dem Theater steht heute das Lornsen-Denkmal Besuch der Stadt, der historischen Orte und Gespräch mit Archivar oder Museum.

 

18. August 15.00 Uhr
Festung Friedrichsort, Kiel

In Friedrichsort wurden die Demokraten, u.a. Olshausen, festgesetzt. Am historischen Ort findet ein Gespräch statt, u.a. mit Gerd Stolz (angefragt), Prof. Utz Schliesky und Frank Trende

 

19. August, 09.00 Uhr
Theodor Storm-Haus, Husum
Dr. Gerd Eversberg, Leiter Storm-Gesellschaft

11.00 Uhr
Harro-Harring-Gesellschaft
Prof. Dr. Ulrich Schulte-Wülwer, Direktor des Museum "Kunst der Westküste"

Harro Harring wurde 1798 auf dem Ibenshof bei Wobbenbüll in Nordfriesland geboren. Sein Kampf für die Freiheit, seine Persönlichkeit und sein Schaffen als Literat und Maler sind im Licht der demokratischen Bewegung in Deutschland zu betrachten. Einer der Höhepunkte in seinem Leben war seine Rede an die Nordfriesen auf dem Bredstedter Marktplatz am 23. Juli 1848. Er versuchte damit vergeblich einen nordfriesischen Freistaat auszurufen. In Rendsburg gab er als verantwortlicher Redakteur die demokratisch-republikanische Zeitung "Das Volk" heraus.

 

20. August, 11.00 Uhr
Friedhof Ilandkoppel, Hamburg
Dr. Michael Studemund-Halevy, Institut für die Geschichte der deutschen Juden

Besuch des Jüdischen Friedhofs und des Grabmals von Gabriel Riesser

14.00 Uhr
Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg
PD Dr. Andreas Brämer, stellv. Direktor zum Thema Judenemanzipation und Riesser.

An diesem Treffen wird voraussichtlich auch Prof. Arno Herzig, der Autor der letzten Biografie Riessers, teilnehmen.

Gabriel Riesser aus Lauenburg (Ratzeburg), einer demokratischen Wortführer, setzte sich stets für die Gleichberechtigung der jüdischen MitbürgerInnen ein. Im März 1848 war Riesser Abgeordneter im Frankfurter Vorparlament. Vom 18. Mai 1848 bis zum 26. Mai 1849 war er Abgeordneter für das Herzogtum Lauenburg in der Frankfurter Nationalversammlung.