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Schwangerschaft ist keine Krankheit sondern ein normaler Abschnitt im Leben vieler Frauen. Eine ganzheitliche Begleitung in dieser Lebensphase ist wichtig und muss auch eine umfassende medizinische Vorsorge beinhalten. Jede Frau muss darüber aufgeklärt und in ihrer Entscheidung gestärkt werden, welche Vorsorgeangebote sie in Anspruch nehmen will. Dies ist die Aufgabe von FrauenärztInnen und Hebammen, gehört aber auch zur Arbeit von Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen und z.B. Geburtshäusern, denn nicht jede Schwangerschaft und Geburt gehört automatisch in die technisch hoch gerüstete Medizin.
Wir fordern, dass die Präimplantationsdiagnostik (genetische Diagnose und Selektion künstlich befruchteter Eizellen vor der Einsetzung in die Gebärmutter) auch weiterhin nicht angewendet werden darf und die bundesgesetzlichen Standards des Embryonenschutzgesetzes erhalten bleiben. Wir wollen die Beratungsmöglichkeiten zu den neuen Methoden der Schwangerschaftsvorsorge und der künstlichen Befruchtung verbessern und die Aufklärung über die Folgen dieser Technologien verbreitern.
Bündnis 90/Die Grünen treten dafür ein, dass die in Schleswig-Holstein vorhandene differenzierte Beratungslandschaft weiterhin unterstützt wird. Wir sind dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtsurteil aus dem Juni 2003 gefolgt und haben die Förderung der Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Schleswig-Holstein weiter ausgebaut. Auch die Beratungsangebote der katholischen Kirche werden von uns anerkannt und mit Landesmitteln unterstützt – unabhängig davon ob sie eine Bescheinigung ausstellen oder nicht. Was zählt ist die Beratung und Unterstützung der schwangeren Frau.
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Irene Fröhlich