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Bildung

Link: Aktuelle Pressemitteilungen zur Bildungspolitik

 

Die Bildungslandschaft in Schleswig-Holstein ist in hellem Aufruhr: Gründe dafür sind das neue Schulgesetz und das Sparpaket. Wir stehen vor einem doppelten Rückwärtssalto.

An der geplanten Schulreform stören uns zwei Aspekte ganz besonders: Zum einen werden den neuen Gemeinschaftsschulen Steine in den Weg gelegt, wo es nur geht: Lehrerstellen werden abgezogen, das gemeinsame Lernen wird zur Kann-Bestimmung. Obwohl die Schulen erfolgreich arbeiten und Kindern den Weg zum Abitur bereiten könnten – eine Oberstufe sollen neue Schulen auf gar keinen Fall bekommen – selbst wenn diese im ländlichen Raum gebraucht werden.

Besonders viel Mühe legt der Minister in ein neues, kompliziertes und unausgegorenes G8/G9-Modell für Gymnasien – das wird erstens teuer, ist zweitens ein bürokratisches Ungetüm und hilft drittens den Kindern nicht.

"Produktive Ruhe", die CDU und FDP den Schulen hier versprochen haben, sieht anders aus. Mehr Informationen zur "Rolle Rückwärts in der Schulpolitik" finden Sie hier (pdf).

Es geht auch anders. Wir haben Vorschläge gemacht, wie man ohne Dauerstress zum Abi kommen kann.
-> Wir haben Sofortmaßnahmen zur Entlastung der SchülerInnen im G8-Bildungsgang gefordert.

-> Grundlegend ist das Konzept für eine flexible Oberstufe der Grünen Landtagsfraktion und der Grünen Jugend Oberstufenreform: "Individuelle Förderung und Wahlfreiheit" (pdf)

-> In dem Bildungspolitischen Gespräch "ohne Dauerstress zum Abitur" haben wir mit Praktikern Konzepte zur erfolgreichen Umsetzung von G8 diskutiert.

Das Sparpaket der neuen Landesregierung liegt auf dem Tisch. Für Schulen und Kita bedeutet das: Jede sechste Lehrerstelle bis 2020 soll wegfallen, viele Lehrer müssen ab August mehr Unterricht geben. In einem Landtagsantrag zum Pflichtstundenerlass fordern wir, den LehrerInnen keine Mehrarbeit zuzumuten.

Das Land gibt kein Geld für die Schülerbeförderung mehr, bei den dänischen Schulen wird gekürzt, das beitragsfreie Kita-Jahr wird nach einem Jahr wieder abgeschafft (pdf), ein Drittel dieser Mittel gehen an die Kommunen. Insgesamt sollen die LehrerInnen 4.000 Stellen und 37 Millionen Euro erwirtschaften. Auch das Programm "Kein Kind ohne Mahlzeit" soll wegfallen.

Wie kann Bildung zukunftsfest finanziert werden? Wir fordern, die Grunderwerbsteuer zu erhöhen und den auslaufenden Soli-Ost teilweise zum Bildungs-Soli umzubauen. So wären bundesweit Mehreinnahmen in Höhe von 10 Milliarden Euro für bessere Bildung zu erzielen (Auszug aus unserem Wahlprogramm).

Wir meinen: Haushaltssanierung und Bildungsinvestitionen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden! Darum muss auch auf dem Bildungsgipfel endlich das Kooperationsverbot in der Bildungspolitik gekippt werden. Dazu haben wir einen Landtagsantrag gestellt.

Presseerklärungen:

3. März 2012

Kita im Wandel: Der Grüne Kita-Kongress

In den letzten Jahren hat sich die Kita im Sauseschritt verändert. Inzwischen ist allen klar: Unsere Kitas sind Bildungsorte. Und wir wissen, dass die Weichen für die Bildungs-chancen unserer Jungen und Mädchen in den Kitas gestellt werden. mehr

7. Februar 2012

Franjo - Fotolia.de

Haushaltskonsolidierung und Bildungsinvestitionen gehören zusammen

Wir fordern die Landesregierung eindringlich auf, den positiven Haushaltsabschluss zu nutzen, um den beschlossenen Kahlschlag in der Bildungspolitik rückgängig zu machen. Solide Finanzen und Investitionen in Bildung sind zwei Seiten derselben Medaille, das eine wird ohne das andere nicht funktionieren. mehr

2. Februar 2012

Kita-Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund: Schleswig-Holstein muss aufholen

Die Zahlen belegen: Schleswig-Holstein ist bundesweit Schlusslicht bei der Betreuungsquote von Kindern unter sechs Jahren mit Migrationshintergrund. Kitas können ein Tor zur Integration sein, das müssen wir stärker nutzen. Schleswig-Holstein muss aufholen.mehr

27. Januar 2012

Mannesmut vor Königsthronen

Wir haben den ursprünglichen Berichtsantrag gestellt, weil es uns nicht in den Kopf wollte, warum ein Bildungsminister nach zwei Jahren nicht aus dem Stand heraus die Mängel im Bildungssystem benennen kann, sondern dafür drei Monate brauchen soll.mehr

 

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