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29. Juni 2007

Fehmarnbelt-Brücke: Große Koalition wirft Geld zum Fenster heraus

Landtagsfraktion

Zur heute bekannt gewordenen Entscheidung für eine Brücke über den Fehmarnbelt erklärt der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Martin Hentschel:

"Die große Koalition wirft Geld zum Fenster heraus. Die Finanzierung der Anschlüsse in Höhe von 1 Mrd. Euro auf deutscher Seite geht in vollem Umfang zu Lasten von Projekten in Schleswig-Holstein. Weder die Bundesregierung noch die DB AG werden einen Cent dazu bezahlen.

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Damit fließen 13 Jahre lang die jährlichen Bundesmittel für die Schiene für Schleswig-Holstein in die am geringsten befahrene Strecke Lübeck-Puttgarden. Bei der Straße werden vier Jahre lang sämtliche Bundesmittel für Straßenprojekte in Schleswig-Holstein in die Autobahnanbindung Fehmarn fließen.

Es bleibt nur die Hoffnung, dass die EU, die 30 Prozent der Kosten für die Brücke tragen soll, einen Strich durch die Rechnung macht."

Die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen ergänzt:

"Dies ist ein schwarzer Tag für die Insel Fehmarn. Ich bin enttäuscht über die Entscheidung. Der Bau der Brücke ist eine Katastrophe für die Menschen und die Umwelt auf der Ostseeinsel, die mit ihrer Schönheit und artenreichen Natur bislang jährlich tausende UrlauberInnen angezogen hat und nun für Jahrzehnte zu einer gigantischen Baustelle werden soll."

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Zusätzliche Information

 

Landtagsrede

von Karl-Martin Hentschel