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Landtagsrede zum Thema "Sprachförderung"
Dazu sagt die sozialpolitische Sprecherin Angelika Birk:
Vor den letzten Landtagswahlen hatten die GRÜNEN auf ein umfassendes landesweites Sprachförderungskonzept vor und in der Grundschule gedrängt und hierzu erste Finanzierungsmittel bewilligt. Dieses soll deutschsprachige Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund erreichen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen Sprachdefizite aufweisen.
Diese Saat geht nun auf. Es ist gut, dass die Arbeit wissenschaftlich begleitet wird, denn manches wirft noch Fragen auf: Zum Beispiel, warum an manchen Orten, wie in Lübeck die Sprachförderung vor allem erst kurz vor der Schule und in der Schule einsetzt, während anderswo schon in den Kindertagessstätten viel mehr passiert.
Es gibt noch keinen Grund, sich beruhigt zurück zu lehnen: Denn alle Kinder sollten schon lange vor Schule erreicht werden. Diesem Ziel sind wir noch fern. Die Prüfung der sprachlichen Fähigkeiten bei der Schuleingangsuntersuchung muss außerdem mancherorts noch verbessert werden.
Vor allem braucht es noch Mittel und Wege, um auch die Eltern von Kindern mit sprachlichen Defiziten zu erreichen und in Kursen mit einzubeziehen. Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen, sollen und wollen auch ihre Muttersprache gut beherrschen und hierfür gibt es noch gar kein Konzept in Schule und Kindergarten
Liegt dies daran, dass immer noch PädagogInnen mit Migrationshintergrund bei der Konzepterstellung und in der Lernpraxis eine marginale Rolle spielen? Wir fordern, dass sie auf gleicher Augenhöhe und in regulären Arbeitsverhältnissen an den Konzepten, die Kinder mit Migrationshintergrund ansprechen, beteiligt werden.