Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Zur heutigen Beratung über die Vorfälle im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in der Sitzung des Sozialausschusses erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Birk:
Die Landesregierung konnte heute mal wieder auf viele Fragen keine Antworten geben, obwohl die unklaren Zustände im UKSH in Zusammenhang mit den Organtransplantationen schon seit Monaten bekannt sind. Sie informiert nur scheibchenweise und immer erst, nachdem die Vorfälle schon öffentlich geworden sind. Das ist ein Armutszeugnis für die Landesregierung.
Eine Schlüsselrolle in der Vermittlung außereuropäischer PatientInnen spielen offenbar private Vermittlungsagenturen. Zu deren Rolle und der Korruptionsanfälligkeit des gesamten Prozesses konnte die Landesregierung bisher keinerlei Aussagen machen.
Darüber hinaus wirft auch das Handeln des Wissenschaftsministeriums beim Sanierungsprozess kritische Fragen auf. Der Staatssekretär de Jager hat den Ausschuss wiederholt im Unklaren gelassen, wie hoch die Kosten der Beratung des Sanierungsprozesses sind. Auf konkrete Nachfragen vor der Sommerpause wurden 270.000 Euro an Beratungshonorar für Herrn Schleifer genannt und weitere Summen ausgeschlossen. Heute musste der Staatssekretär einräumen, dass sehr viel umfassendere Beratungskosten zu Lasten des UKSH anfallen werden - wobei unklar blieb, durch wen diese veranlasst wurden.
Kann der Sanierer weitere Beratungskosten in beliebiger Höhe ohne Genehmigung durch den Aufsichtsrat veranlassen oder hat der Staatssekretär den Ausschuss belogen?