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10. Dezember 2007

Kinderkrebs: Risikotechnologie Atomkraft beenden – Betriebsgenehmigungen der AKW überprüfen

Zu der neuen Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz zu Krebserkrankungen von Kindern erklärt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:

Das Risiko von Kindern, an Leukämie zu erkranken ist umso größer, je geringer die Entfernung ihres Wohnortes zu einem Atomkraftwerk (AKW) ist. Das gilt generell für alle AKW in Deutschland. Dieses Studienergebnis spricht eindeutig nicht für eine Verlängerung der Laufzeiten älterer AKW. Ebenso wenig spricht es für den Neubau von Atomkraftwerken. Die BefürworterInnen einer Renaissance der Atomenergie sollten endlich daraus Konsequenzen ziehen.

In Schleswig-Holstein wird seit langem in der Umgebung des AKW Krümmel eine Häufung von Leukämie-Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen beobachtet. Der immer wieder diskutierte Zusammenhang zwischen dem Betrieb von Atomanlagen in Geesthacht und dem Leukämie-Cluster in der Umgebung bekommt durch die aktuelle Studie neue Nahrung. Daher darf die Aufklärung der Ursachen für die Leukämieerkrankungen nicht ad acta gelegt werden.

Die so genannte friedliche Nutzung der Atomspaltung muss möglichst schnell beendet werden. Die Grüne Landtagsfraktion fordert, die Betriebserlaubnis der drei AKW in Schleswig-Holstein zu überprüfen, da die nachgewiesene erhöhte gesundheitliche Bedrohung von Kindern durch den Betrieb von AKW nicht Bestandteil der aktuellen Betriebserlaubnis ist.

 

 

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