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9. Juli 2009

Sondersitzung des Sozialausschusses zum AKW Krümmel abgelehnt

Die Vorsitzende des für die Reaktorsicherheit zuständigen Sozialausschusses Siegrid Tenor-Alschausky, SPD, hat heute den Antrag der Grünen Landtagsfraktion auf eine umgehende Sondersitzung des Ausschusses zu den heute bekannt gewordenen Schäden an Brennstäben im Atomkraftwerk Krümmel abgelehnt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Grünen Fraktion, Karl-Martin Hentschel:

Heute sind weitere Störungen des Atomkraftwerkes Krümmel bekannt geworden. Der Konzern Vattenfall setzt damit seine Taktik, immer nur scheibchenweise zu informieren, fort. Diesmal ist sogar der sensible Reaktorbereich betroffen. Es ist unfassbar, dass unser Antrag, die zuständige Ministerin möge das Parlament umfassend und umgehend informieren, abgelehnt wurde! Stattdessen wurde auf eine schon früher terminierte Sitzung des Ausschusses in acht Tagen verwiesen. Angesichts der Brisanz der Ereignisse ist dies nicht akzeptabel!

Die Bevölkerung ist verunsichert und erwartet von der Landesregierung, dass dieser  Schrottreaktor endlich abgeschaltet wird! Es kann doch nicht sein, dass eine unsaubere Pommesbude vom Gesundheitsamt geschlossen werden kann aber ein Atomkraftwerk, das das Leben von tausenden Menschen gefährdet, immer wieder ungeschoren davon kommt. Die Landesregierung hat in ihrem Amtseid geschworen, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Die Betriebsgenehmigung des AKW muss vor dem Hintergrund der unzähligen Störfälle endlich entzogen werden.

 

 

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