
Datum: 27. Juli 2009
Zur Erklärung von Ministerpräsident Carstensen, er habe dem Vorstandsvorsitzenden der HSH Nordbank Nonnenmacher im Rahmen eines Telefonates nunmehr nahe gelegt, auf die umstrittene Bonuszahlung freiwillig zu verzichten, erklärt die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Monika Heinold:
Zunächst bewilligt er dem Vorstandsvorsitzenden der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, einen Sonderbonus von über 2,9 Millionen Euro. Dann – nachdem die Sonderzahlung aufgeflogen und auf berechtigte Empörung gestoßen ist – legt er ihm nahe, von seinem Anspruch doch bitteschön keinen Gebrauch zu machen.
Ministerpräsident Carstensen sagt das, was er und seine Berater parteitaktisch für schlau halten. In Wirklichkeit veralbert er die BürgerInnen.
Die Schleswig-HolsteinerInnen dürften aber klug genug sein, um auf dieses Wahlkampfmanöver, das von der Verantwortung für die skandalöse Sonderzahlung ablenken soll, nicht hereinzufallen.