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Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage "Schulobstprogramm" (Landtagsdrucksache 16/2768) und zum Verhalten der Landesregierung im Bundesrat, in dem Schleswig-Holstein das Schulobstprogramm nicht unterstützt hat, sagt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Monika Heinold:
In wenigen Tagen beginnt das neue Schuljahr für Tausende von schleswig-holsteinischen SchülerInnen. Und wieder ohne kostenloses Pausenobst – obwohl die EU 90 Millionen Euro für ein Schulobstprogramm bereit stellt.
Statt mit gutem Beispiel bei der gesunden Ernährung unserer Kinder voranzugehen und die EU-Mittel zu nutzen, hat die schleswig-holsteinische Landesregierung im Bundesrat schon im Mai erklärt, sich nicht am Schulobstprogramm der EU zu beteiligen. Begründung: man könne die Kofinanzierung nicht sicherstellen und der Verwaltungsaufwand sei zu hoch.
Was für ein Armutszeugnis! Es kann doch nicht sein, dass gesunde Ernährung unsere Kinder zu aufwendig ist, während wir das Geld haben, um regelmäßig Schafe und Kühe für Statistiken zu zählen und an Banker hohe Abfindungen zu zahlen!
Wer sonntags davon spricht, dass die gesunde Ernährung der SchülerInnen unverzichtbar ist, muss montags auch dazu stehen und die entsprechenden Mittel bereitstellen. Das Schulobstprogramm der EU ist eine gute Sache, in doppelter Hinsicht. Die SchülerInnen bekommen eine zusätzliche Portion gesunder Ernährung und regionale ErzeugerInnen werden gestärkt.
Es ist ein Trauerspiel, dass weder Bund noch Land die notwendige Kofinanzierung zur Verfügung stellen wollen. Alle reden von gesunder Ernährung, aber wenn es ums Geld geht, will keiner zuständig sein.