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7. September 2009

Spät,aber immerhin: HSH Nordbank räumt Fehler ein

Zur heutigen 8. Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur HSH Nordbank sagt die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Monika Heinold:

Auch wenn es die Spatzen längst von den Dächern gepfiffen haben: Endlich hat auch die HSH Nordbank zahlreiche Fehler eingeräumt. Dieses Eingeständnis war überfällig. Die HSH Nordbank hätte den eingetretenen Imageschaden begrenzen können, wenn sie damit deutlich früher an die Öffentlichkeit gegangen wäre.

Die Bank musste eingestehen, dass in der Vergangenheit das Risikobewusstsein nicht hinreichend ausgeprägt gewesen sei, die Bank der Komplexität ihrer Geschäfte nicht ausreichend gewachsen gewesen sei und Fehlentwicklungen zu spät erkannt worden seien. Offenkundig wurde in großem Stil Papiere gekauft, deren Struktur und Risiko der Vorstand nicht richtig einschätzen konnte. Verluste in der Bank traten bereits deutlich vor der Lehman-Pleite ein – nach außen wurde aber noch eitel Sonnenschein vorgespielt. Das ist Bunkermentalität statt Transparenz.

Zusammengefasst: Im Blindflug und ohne Netz und doppelten Boden wurde mit Milliarden spekuliert. Die Rechnung hierfür wurde an die SteuerzahlerInnen weitergereicht.

Es muss geklärt werden, warum dieser Geschäftspolitik der Bank – insbesondere auch seitens des Aufsichtsrates – kein Riegel vorgeschoben wurde. Wir Grüne werden im neuen Landtag unverzüglich beantragen, dass die Arbeit des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses fortgesetzt wird.

 

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