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14. September 2009

Durchsichtige Schuldzuweisungen des Finanzministers aufgeflogen!

Zur heutigen Anhörung des ehemaligen Kapitalmarktvorstandes der HSH Nordbank, Franz Waas, und zur Aussage von Finanzminister Wiegard vom 10.9.09 "Er habe kein Verständnis, wenn die damals Verantwortlichen sein heutiges Krisenmanagement kritisierten, das überwiegend die nachweislich unter rot-grüner Verantwortung begangenen Fehler bewältigen musste" erklärt die Obfrau von Bündnis 90/ Die Grünen Monika Heinold:

Der Versuch von Finanzminister Wiegard, kurz vor der Landtagswahl die Konsequenzen seines eigenen Versagens den Mitgliedern der Vorgängerregierung in die Schuhe zu schieben, ist gründlich in die Hose gegangen!

Nach Aussage des ehemaligen Kapitalmarkvorstandes der HSH Nordbank und heutigen Vorstandsvorsitzenden der DEKA-Bank, Franz Waas, hatte die Bank bis Ende 2005 eine klare Strategie und  angemessene Risikokontrolle. Die Bank sei Anfang 2006 noch kerngesund, das Kreditersatzgeschäft bis dahin risikoarm und von stetigen Erträgen geprägt gewesen.

In den Jahren 2006/07 habe dann - auch auf Drängen der Anteilseigner - ein Strategiewechsel stattgefunden. Gebot der Stunde sei fortan die Optimierung der Ertragskraft gewesen.

Diese Darstellung steht in krassem Widerspruch zur Aussage von Finanzminister Wiegard, der behauptet hatte, dass die verantwortungslosen Spekulationsgeschäfte, die heute zu Milliardenverlusten führen, nachweislich unter rot-grüner Verantwortung begangenen worden sein.

Ein Finanzminister, der beinahe monatlich Öffentlichkeit und Parlament täuscht, darf kein Tag länger im Amt bleiben!

 

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