
Datum: 12. November 2009
Zur heutigen Mitteilung des statistischen Bundesamtes über die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sagt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:
Die aktuelle Veröffentlichung des statistischen Bundesamtes zu Löhnen und Verdiensten belegt, dass Frauen nach wie vor 23 Prozent weniger als Männer verdienen. Das ist ein Skandal.
Trotz jahrzehntelanger Gleichstellungspolitik hat sich in diesem Punkt kaum etwas bewegt. Heute weniger verdienen, bedeutet morgen eine kleinere Rente. Altersarmut ist und bleibt weiblich.
Wir Grüne fordern, dass diese Ungerechtigkeit endlich beendet wird. In Schleswig-Holstein kämpfen wir deshalb für den Erhalt der Gleichstellungsbeauftragten, die Umsetzung von Frauenförderplänen und Gender-Mainstreaming.
Unsere Vorstöße für eine 40-prozentige Frauenquote für Aufsichtsräte in der Privatwirtschaft und eine Quotierung der Landeswahllisten haben CDU und FDP im Landtag vereitelt. So kommen wir in Sachen Lohngleichheit nicht voran. Gleiche Ausbildung, gleiches Alter, gleicher Beruf und gleicher Betrieb müssen bedeuten: Gleicher Lohn.