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15. November 2009

HSH Nordbank: Verweis auf Geschäftsgeheimnisse eine Frechheit gegenüber den BürgerInnen

Zum Verhalten der HSH Nordbank, die es den KPMG-Wirtschaftsprüfern im Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur Aufklärung der Geschehnisse um die Bank untersagt hat, in öffentlicher Sitzung Prüfungsdetails mitzuteilen, erklärt der Obmann der Grünen im Schleswig-Holsteinischen Untersuchungsausschuss, Thorsten Fürter:

Der Verweis auf das Geschäftsgeheimnis ist eine Frechheit gegenüber den BürgerInnen der Länder Schleswig-Holsteins und Hamburg. Die Menschen in beiden Länder mussten tief in ihre Taschen greifen, um die Bank rauszupauken.

Die HSH Nordbank konnte nur durch eine Kapitalspritze aus Steuermitteln in Höhe von drei Milliarden Euro und Garantien über zehn Milliarden Euro durch Hamburg und Schleswig-Holstein am Leben erhalten werden. Jetzt haben die BürgerInnen auch einen Anspruch zu erfahren, was da eigentlich los war.

Das interessiert die Menschen in beiden Bundesländern wirklich und darf nicht hinter verschlossene Türen verbannt werden. Die Bank und ihr Vorstandsvorsitzender Dirk Jens Nonnenmacher werden durch diese verfehlte Kommunikationspolitik in der Bevölkerung und in der Politik weiter an Rückhalt verlieren.

Ich appelliere an den für die HSH Nordbank in Schleswig-Holstein zuständigen Minister Jost de Jager seinen Einfluss geltend zu machen, damit sich diese Frechheit im Kieler Untersuchungsausschuss nicht wiederholt.

 

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