Grüne Landtagsfraktion Schleswig-Holstein

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 2. Dezember 2009

HSH Nordbank: Neues Vergütungsmodell für Vorstandsmitglieder

Zu dem heute vorgestellten neuen Vergütungsmodell für die Vorstände der HSH Nordbank erklärt der Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, Thorsten Fürter:

Die Entscheidung zur Aufweichung der Gehaltsobergrenze ist ein Schlag für die BürgerInnen in Schleswig-Holstein, die noch immer ihre Portemonnaies für die Bank aufhalten müssen. Die politische Mehrheit für die beispiellose Rettungsaktion war eng mit der Gehaltsobergrenze für die Banker verbunden. Es ist nicht einzusehen, wieso jetzt die Ansammlung von Ansprüchen auf Sonderzahlungen sogar schon in Jahren beginnen soll, in denen die Bank noch Verluste in Milliardenhöhe schreibt.

Die Vergangenheit bei der HSH Nordbank hat gezeigt: Mit hohen Vorstandsvergütungen bekommt man nicht automatisch gute ManagerInnen. Mit der bisherigen alten Gehaltsdeckelung von 500.000 Euro liegt ein Manager der HSH Nordbank über dem Gehalt der Bundeskanzlerin. Das sollte ausreichen, um umsichtige und kompetente ExpertInnen für den Vorstand der Bank zu gewinnen.