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Das Landwirtschaftsministerium hat dem BUND nach längerem Rechtsstreit die Daten zu Genrapsfeldern in Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt. Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:
Endlich bekommen die BürgerInnen Klarheit darüber, auf welchen Feldern konkret im vergangenen Jahr versehentlich Saatgut mit gentechnisch verändertem Raps ausgebracht wurde. Spätestens nach dem zweiten verlorenen Gerichtsverfahren hätte die Landesregierung die Veröffentlichung der Liste der gentechnisch verunreinigten Flächen im Gentechnik-Standortregister veranlassen müssen. Dies wird noch immer verweigert, stattdessen überlässt sie es den Verbänden, die Standorte bekannt zu geben.
Die schwarz-gelben Regierungen in Land und Bund haben in ihren Koalitionsverträgen sehr deutlich beschrieben, dass sie den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zum Durchbruch verhelfen wollen. Dieser Fall von versehentlich ausgebrachtem Genraps macht deutlich, wie schnell der gentechnikfreie Anbau, ein Standortvorteil für Schleswig Holstein, gefährdet werden kann. Pollen halten sich nicht an Ackergrenzen. Die Verlierer dieser Politik wären die LandwirtInnen und ImkerInnen, die so nicht mehr die Gentechnikfreiheit ihrer Produkte garantieren könnten.