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11. Dezember 2009

KMK-Beschlüsse reichen nicht aus!

Zu den Ergebnissen der gestrigen Kultusministerkonferenz für den Hochschulbereich erklärt der hochschulpolitische Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen:

Dialog mit Studierenden, weniger Prüfungen, flexiblere Bachelorstudienzeiten und mehr Durchlässigkeit. Die Ergebnisse der KMK klingen oberflächlich wie ein Traum für die Studierenden. Doch der Teufel steckt im Detail.

Die Flexibilisierung des Bachelorstudiengangs ist zwar begrüßenswert, allerdings darf dies nicht zu Lasten der Masterstudienzeit gehen. Wer acht statt sechs Semester für seinen Bachelor braucht, wird seinen Master danach kaum in zwei statt vier Semester schaffen.

Das Rumdoktern beim Bafög hilft bei Weitem nicht. Das Bafög muss für weitaus mehr Studierende geöffnet werden und der Regelsatz deutlicher erhöht werden. Die einseitige Förderung von Stipendienmodellen lehnen wir ab, sie ist kontraproduktiv. Die Zustimmung zur Bafögerhöhung darf nicht an Stipendienmodelle gekoppelt werden.

Wir kritisieren scharf, dass Wissenschaftsminister Jost de Jager nicht beim Treffen der Minister war. In fast allen Bundesländern bis auf Schleswig-Holstein gibt es Dialogangebote der WissenschaftsministerInnen gegenüber den Studierenden, nur in Schleswig-Holstein nicht. Auch auf mehrmalige Nachfrage wurde ein Gespräch von Minister de Jager verweigert. Wir fragen uns, wovor haben sie Angst, Herr Minister?

Für Herrn de Jager scheint Hochschulpolitik keine Bedeutung zu haben. Es ist ein lästiges Anhängsel im Wirtschaftsministerium. Dies ist für uns nicht hinnehmbar!

 

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