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13. Januar 2010

De Jager betreibt Hochschulpolitik ohne Grundlage

Zur Kleinen Anfrage "Situation der Bachelor- und Masterstudiengänge an den Hochschulen und Universitäten in Schleswig-Holstein" (Drs. 17/155) erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen:

Die Aussage des Wissenschaftsministeriums, keine Daten über Studienabbrecherquoten zu haben, obwohl diese an den Universitäten vorliegen, ist blanker Hohn.

Die Studienabbrecherquoten in Bachelorstudiengängen sind an vielen Hochschulen im Bundesgebiet katastrophal. Dies belegt auch die neueste Studie der HIS Hochschul-Informations-System GmbH zu den Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen.

Die Studienabbrecherquote ist auch ein Indikator für eine mangelhafte Hochschulpolitik. Wissenschaftsminister de Jager ist nicht in der Lage, dies einzugestehen und unfähig, im Hochschulbereich Konsequenzen zu ziehen.

Ebenso unverständlich ist es, dass es keine Zahlen über Bewerbungen von Bachelor­absolventInnen an darauf folgende Masterstudiengänge gibt.

Ich frage mich: Auf welcher Grundlage wird Hochschulpolitik in Schleswig-Holstein eigentlich geplant?

Wir Grüne fordern eine landesweite Statistik über die Abbrecherquoten in Bachelorstudiengängen, über den Bedarf an Masterstudienplätzen und die Relation zwischen Bachelor- und Masterstudienplätzen. Und wir fordern die Landesregierung auf, daraus dann Konsequenzen zu ziehen.

 

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