
Datum: 18. Januar 2010
Zur Presseerklärung des Wirtschaftsministers zum Tourismusjahr 2010 erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Tietze:
Wenn Minister de Jager davon spricht, dass die Landesregierung alle Vorhaben unterstützt, Schleswig-Holstein als maritimes Urlaubsland zu profilieren, dann soll er bitte bei der Wahrheit bleiben. Fakt ist, dass die Landesregierung gerade prüft, die Mittel für das touristische Marketing zu kürzen.
Das trifft den Kreis Nordfriesland besonders hart, da der Tourismus neben der Windenergie der wichtigste Wirtschaftsfaktor ist. Am Marketing zu sparen, ist äußerst kurzsichtig. Die Konkurrenz durch Mecklenburg-Vorpommern ist extrem hart und Schleswig-Holstein muss mit seinen Reizen an Nord- und Ostsee punkten, dazu gehört ein erfolgreiches Marketing.
Sparpotenzial sehen wir bei den sogenannten Leuchtturmprojekten. Die Bauruine der Keitum-Therme ist ein Paradebeispiel für die Vernichtung von Landesmitteln in Millionenhöhe. Umzureichende Vorbereitung der Landesförderung und die unzureichende Prüfung eines windigen Projektpartners haben zu einem Desaster geführt, aus dem gelernt werden muss.