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3. Februar 2010

Pflanzenschutzstandards erhöhen statt absenken

Zum aktuellen Fund von Pestizidrückständen in Salat und Rucola durch Greenpeace erklärt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

"Wir weisen die Beschwichtigung des Industrieverbandes Agrar e.V.und die des Bauernverbandes zurück. Nach wie vor werden die Mehrfachbelastungen durch unterschiedliche Pestizide nicht ausreichend berücksichtigt. Die Nivellierung des europäischen Pflanzenschutzrechts hat zu einer Absenkung der Standards in den letzten Jahren geführt. 

Immer noch werden europaweit illegale Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Wir fordern, dass endlich neben einem effizienten Pflanzenschutzreduktionsprogramm auch die Mehrfachbelastung durch verschiedene Pflanzenschutzmittel bei den Grenzwerten berücksichtigt wird. Eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung in Europa setzt voraus, dass die Qualitätsanforderungen auch im Pflanzenschutz steigen statt absinken."

Die gesundheitspolitische Sprecherin, Marret Bohn, sagt dazu:

"Die Belastung durch die verschiedenen Pestizide kann insbesondere bei Kleinkindern zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen.

Die Analyseverfahren sind nicht ausreichend und müssen aus gesundheitlicher Sicht dringend angepasst werden. Die Hersteller der Pflanzenschutzmittel müssen endlich an den Folgekosten für die Analysen der weltweit 1.300 freigesetzten Pflanzenschutzmittel beteiligt werden."

 

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