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Zur drohenden Umweltkatastrophe im Mississippidelta infolge des Unfalls auf der Ölplattform sagt die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:
Dieser Unfall wird katastrophale Folgen für das Ökosystem im Mississippidelta, für Fischfang, Tourismus und weitere Wirtschaftsbereiche in der Region haben.
Einmal mehr zeigt sich: Öl ist eine Pest, wir müssen weg vom Öl – auch in Schleswig-Holstein. Die diskutierten Ölförderungen im Wattenmeer und in Ostholstein müssen endlich vom Tisch.
1998 zeigte uns die „Pallas“, dass eine solche Katastrophe in Schleswig-Holstein jederzeit möglich ist. Die Experten sprechen von 98-prozentiger Sicherheit bei der Ölförderung im Wattenmeer. Das ist nicht genug, es bleiben zwei Prozent Gefährdungspotential. Dieses Risiko dürfen wir nicht eingehen. Die Ölförderung im Nationalpark ist eine nicht hinzunehmende Gefahr.
Ähnlich verhält es sich mit den Öltransporten in Nord- und Ostsee. In der Kadettrinne der Ostsee sind Tanker durch verschlickte Munitionsaltlasten gefährdet. Hier muss alles für die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards getan werden. Dazu gehört eine Lotsenpflicht für schwierige Passagen, die wir schon seit Jahren vergeblich fordern.