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Zu den Dioxinfunden in Bioeiern in Niedersachsen und Westfalen erklärt der agrar- und verbraucherpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:
Die Verbraucher erwarten bei Bioeiern nicht nur eine artgerechte Haltung, sondern selbstverständlich auch die Fütterung mit betriebseigenen oder heimischen Futtermitteln. Wenn sich auf dem Biomarkt und bei den Bio-Zulieferern neben "bäuerlichem Bio" zunehmend auch eine Sparte "Billig-Bio" oder sogar "Agrarindustrie-Bio" etabliert, dann gerät das gesamte Image des Biolandbaus und auch der bäuerlich wirtschaftenden Biobetriebe in Gefahr.
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Hintergrund
Die vermutliche Ursache der Dioxinbelastung seien Mischfutter-Lieferungen niederländischer Futtermittelkonzerne wie ForFarmers/Bela und Reudink/Nutreco, die unwissentlich den offenbar dioxinbelasteten und dennoch biozertifizierten Billig-Mais aus der Ukraine bezogen hatten. Nach Angaben eines Herstellers haben auch noch weitere Unternehmen diesen Mais im Januar aus einer 2500-Tonnen-Schiffslieferung bezogen, so dass weitere Dioxinfunde und auch zeitweilige Betriebssperrungen nicht auszuschließen seien. Die Futtermittelcharge ist nach Auskunft des Bundesamtes für Verbraucherschutz außer in Holland in neun Bundesländern verbracht worden.