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Zur gestrigen Tagung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie und den ökologischen Folgen von Windparks erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:
Wir brauchen die Offshore-Windenergie für einen wirksamen Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit der Errichtung von Offshore-Windparks sind aber auch ökologische Risiken verbunden, die minimiert werden müssen. Die Begleitforschung ist unerlässlich, damit die Entwicklung und Anwendung der bestverfügbaren Technik zum Schutz der Meeresumwelt gewährleistet wird.
Scheinbare ökonomische Zwänge dürfen nicht dazu führen, dass Artenschutzaspekte bei der Genehmigung und Errichtung der Windkraftanlagen vor der Küste ins Hintertreffen geraten, weil „billig“ vor „sicher“ geht.
Wir haben uns auf dem Landesparteitag am Wochenende einstimmig für den Schutz von Meeressäugern vor Lärmbelastung durch das Einrammen der Fundamente von Offshore-Windkraftanlagen ausgesprochen. Insbesondere Schweinswale, die Schallwellen zur Orientierung und Verständigung untereinander nutzen, können durch Lärmbelastung schwer geschädigt und sogar getötet werden. Es besteht die Gefahr, dass sie aus ihrem Lebensraum vertrieben werden. Durch einen so genannten „Blasenvorhang“ könnte der beim Einrammen der Pfeiler entstehende Lärm erheblich reduziert und diese Gefahr gebannt werden. Um diese Technik weiterzuentwickeln fordern wir, dass sie im Rahmen von Pilotprojekten eingesetzt wird.