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9. Juli 2010

Elitenförderung bringt uns nicht weiter

Zur heutigen Bundesratsentscheidung zu BAföG und Stipendien erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen:

Es ist beschämend, dass mit den Stimmen Schleswig-Holsteins im Bundesrat das unsoziale, nationale Stipendienprogramm beschlossen wurde. Es führt dazu, dass ohne soziale Kriterien einige wenige Studierende gefördert werden.

Fachverbände und betroffene Stipendiaten haben in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, wie sehr sie dieses Modell ablehnen. Zu einer gerechten Studienfinanzierung gehört, das BAföG deutlich zu erhöhen. Wissenschaftsminister de Jager hätte mit einem Einsatz für eine deutliche BAföG-Erhöhung beweisen können, dass ihm eine tragfähige Studienfinanzierung für Studierende am Herzen liegt.

Es geht nicht nur um Millionen aus dem Bund, sondern eben auch darum wofür sie eingesetzt werden. Bei dem beschlossenen nationalen Stipendienprogramm und der abgelehnten BAföG-Erhöhung beweist Herr de Jager, dass Prestige für ihn wichtiger ist, als tragfähige Lösungen.

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