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14. Juli 2010

Offshore-Energie: Hoffentlich kommt Schleswig-Holstein nicht zu spät

Zu der Vorstellung der Offshore-Strategie durch Wirtschaftsminister de Jager erklärt der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck:

Schleswig-Holstein ist als Land zwischen Nord- und Ostsee prädestiniert für eine Führungsrolle in der Offshore-Branche. Mittlerweile hat Schleswig-Holstein seinen Status als Windland Nr. 1 verloren. Die erste Runde des Offshore-Geschäftes ist an Cuxhaven und Bremerhaven gegangen. Schleswig-Holstein muss nachholen und wir können nur hoffen, dass die Strategie der Landesregierung nicht zu spät kommt.

Beim Startschuss heute war leider der Knall nicht zu hören: Es gibt keine konkrete Förderzusage für einen Offshore-Produktionshafen Brunsbüttel. Ein solcher zentraler Offshore-Hafen ist eine Grundbedingung für eine geschlossene Wertschöpfungskette in Schleswig-Holstein. Wir Grünen vermissen den Hinweis auf die Produktion von großen hydraulischen Arbeitsplattformen durch unsere Werften. HDW hat hohe Kompetenz im intelligenten Stahlbau und verfügt über ein Großdock.

Wer wie die Landesregierung immer nur neue Kohle- und Atomkraftwerke und im Kopf hat, dem fehlt die echte Leidenschaft für die Windenergie. Die Offshore-Strategie der Landesregierung kommt halbherzig daher. So wird Schleswig-Holstein das "Sonderkonjunkturprogramm Offshore" nicht für sich nutzen können. Es muss für 2011 zumindest einen nennenswerten Haushaltsansatz aus GA-Mitteln für den Offshorebereich geben. Wie sollen sonst die Herstellerfirmen der Großkomponenten das große Interesse des Landes erkennen. Das Offshore-Geschäft hat keine kurze Blütezeit, sondern bringt Arbeit in Nord- und Ostsee für 40 bis 50 Jahre.

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