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16. September 2010

Minister für Hochbegabung?

Zur Hochbegabtenförderung in Schleswig-Holstein erklärt die schulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Anke Erdmann:

Es ist gut, dass die Regierung im Bereich der Hochbegabtenförderung Fahrt aufnimmt. Sie hat offenbar erkannt, dass viele Kinder zurzeit keine optimale individuelle Förderung bekommen und durch das Raster einer Schubladenpädagogik fallen, die die Kinder in drei Gruppen einzuteilen versucht. Das kann nicht funktionieren.

Wer das sieht, darf aber die individuelle Förderung nicht nur auf Hochbegabte beschränken, sondern muss alle Kinder in den Blick nehmen. Der Minister ist nicht nur der Minister für Hochbegabte und die gymnasiale Oberstufe. Er ist der Minister für alle Kinder, die in unsere Kindergärten und unsere Schulen gehen − den Eindruck vermittelt Dr. Klug zurzeit leider nicht.

Stellenstreichungen, die Erhöhung von Unterrichtsverpflichtungen und das Zurückrudern bei Qualitätssicherung werden kaum dazu beitragen, dass den Pädagoginnen und Pädagogen mehr Zeit für die einzelnen Kinder und Jugendlichen bleibt. Genau hier gerät der Bildungsstandort Schleswig-Holstein aber gerade in Gefahr.

 

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