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28. Oktober 2010

Stasimethoden in der HSH Nordbank: Nonnenmacher nicht länger haltbar

Aus einer Kleinen Anfrage an den Hamburger Senat (Drucksache 19/7612) geht hervor, dass zum Leistungsverzeichnis des zwischen der Firma Prevent und der HSH Nordbank geschlossenen Vertrages auch "Verdeckte Besuche von öffentlichen Veranstaltungen und geladener Gesellschaften zum Thema HSH" sowie "Hintergrundgespräche zum Thema bei verantwortlichen Politikern aller in den  Parlamenten vertretenen Parteien" zählten. Dazu erklärt Monika Heinold, finanzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Dass eine mit Steuergeldern gestützte Bank Mittel verwendet, um bei einer Firma stasiähnliche Bespitzelungsmethoden in Auftrag zu geben, überschreitet die Grenze des Erträglichen. Das sollte für eine fristlose Kündigung ohne Abfindung reichen!

Die öffentlich gewordene Erklärung von Herrn Nonnenmacher, die Prevent AG sei in "keinerlei Weise beauftragt worden, Personen zu überwachen, schon gar nicht Vertreter aus Politik und Medien, bzw. ihrer Anteilseigner" steht zu dem jetzt bekannt gewordenem Leistungsverzeichnis in unauflösbarem Widerspruch. Wer duldet, dass öffentliche Gelder für Stasimethoden verschwendet werden, ist als Vorstandsvorsitzender keinen Tag länger haltbar.  

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