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Zur Presseinformation des Bildungsministers zur Zahl der AbiturientInnen in Schleswig-Holstein sagt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:
Mehr junge Menschen in Schleswig-Holstein machen die (Fach-)Hochschulreife. Der Anstieg um fünf Prozentpunkte innerhalb eines Schuljahres ist bemerkenswert, aber bestätigt den Trend. Die Landesregierung muss daraus Konsequenzen ziehen. Wenn mehr Jugendliche länger zur Schule gehen, werden auch mehr Lehrkräfte gebraucht. Die Landesregierung kann bei ihren geplanten Lehrereinsparprogrammen davor nicht die Augen verschließen. Bislang war dieser Trend in den Langfristplanungen der Sparkommissare aber nicht berücksichtigt. Bis 2020 sollen 3.650 Stellen eingespart werden, 750 Stellen mehr als durch den Schülerrückgang rechnerisch überhaupt frei werden würden.
Die Zahlen zeigen auch: der Weg zum Abi wird breiter. Und das ist auch gut so. Neben den Gymnasien spielen auch Gemeinschaftsschulen und berufliche Gymnasien eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Hochschulreife. Wir brauchen eine landesweite Oberstufenplanung, die das berücksichtigt. Leider hat die Landesregierung unseren Vorschlag bei der Schulgesetzänderung nicht aufgegriffen.
Wer heute hohe Quoten feiert, muss auch den Schulen für morgen die Basis für diesen Erfolg sichern.