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12. September 2011

Religionsunterricht: Die Linke irrt

Zur Presseinformation des Abgeordneten Björn Thoroe von den Linken, in der er behauptet, Grüne hätten einen Gesinnungswandel bezüglich des religionskundlichen Unterrichts vollzogen, sagt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:

Björn Thoroe irrt leider, wenn er denkt, wir würden die Forderung der Linken nach religionskundlichem Unterricht teilen.

Im Vorfeld der Programmerstellung wird dieser Punkt bei uns Grünen intensiv diskutiert. Sich aber auf die Landtagsdebatte vom letzten Jahr zu beziehen, ist irritierend: Wir hatten uns für einen konfessionsübergreifenden Religionsunterricht ausgesprochen. Mit "Religion für alle" ist das gut beschrieben und wird in Hamburg praktiziert. Im Unterschied dazu steht der Religionskunde-Unterricht, der konfessionslos einen Blick auf die verschiedenen Glaubensrichtungen wirft. Den hat die Linke gefordert, das entsprach nicht der Fraktionsmeinung, darum haben wir den Antrag abgelehnt.

Der Unterschied zwischen beiden Unterrichtsformen springt nicht ins Auge, entspricht aber dem zwischen PastorIn, RabbinerIn und Imam einerseits und ReligionswissenschaftlerIn andererseits.

Anhang: Presseinformation zum Religionsunterricht von 2010

 

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