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Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu den Neueinstellungen von LehrerInnen im Schuljahr 2011/12 erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Anke Erdmann:
Von den rund 1.700 Neueinstellungen sind knapp 80 Prozent der Verträge befristet. Für die Nachwuchslehrkräfte in Schleswig-Holstein bedeutet dies eine dramatische Verschlechterung. In den vorangegangenen drei Schuljahren hielten sich die Zahl der unbefristeten und befristeten Neueinstellungen ungefähr die Waage (zwischen 47 und 54 Prozent). Das ist oft eine Zitterpartie für diese Lehrkräfte, aber auch für die Schulen, in denen sie arbeiten.
Wir laufen sehenden Auges in einen Lehrermangel und stellen fest: Anstatt den jungen Männern und Frauen eine Perspektive zu geben, lässt die Landesregierung sie in der Warteschleife hängen. Mit strategischer Personalplanung, mit dem Werben um die besten Köpfe hat das leider nichts zu tun!
Hintergrund:
Jedes Jahr veröffentlicht das Ministerium zum Schuljahresbeginn die Zahl der Neueinstellungen. Diesmal wurde nicht ausgewiesen, wie viele Neueinstellungen auf Dauer und wie viele befristet erfolgen. Darum haben wir Grünen Anfang des Monats nachgefragt. Die Antwort der Kleinen Anfrage finden Sie hier – insbesondere die Tabelle am Ende ist aufschlussreich.
Nur 362 der jungen Lehrkräfte bekommen eine dauerhafte Perspektive in Schleswig-Holstein. Dem gegenüber stehen 1.344 Männer und Frauen, die auf Zeit eingestellt wurden. Teilweise ist eine Befristung unumgänglich, zum Beispiel wenn es um die Vertretung von Elternzeit, Mutterschutz und dauerhaften Krankheiten geht. Dies trifft in diesem Jahr aber nur auf 545 Lehrkräfte zu. Von den unbefristeten Lehrkräften wurden 301 Personen verbeamtet, 61 Lehrkräfte sind als Angestellte tätig.