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4. Oktober 2011

Lehrergesundheit: Die Studie der DAK ist ein Warnschild

Zur Studie der DAK über Lehrergesundheit, laut der jede fünfte Lehrkraft eine Frühpensionierung erwägt, sagt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:

Schule ist heute anders als vor zwanzig Jahren. Die Aufgaben, die wir als Gesellschaft den Schulen zuschreiben, haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Den neuen Herausforderungen stehen LehrerInnen oft ohne zusätzliche Unterstützung gegenüber. Oft empfinden sich die Lehrkräfte als EinzelkämpferInnen vor ihren Klassen.

Wir wissen, dass es – trotz Bildungspolitik – wirklich gute Schulen gibt, in denen starke Teams den Schulalltag neu organisieren. Dies belegt auch die Studie. So erklären Lehrkräfte, dass sie sich schulintern von folgenden Punkten gut unterstützt fühlen: zum Beispiel Zusammenarbeit im Unterricht, Feedback durch die Schulleitungen und gemeinsame pädagogische Ziele an einer Schule.

Aber auch und gerade solche Veränderungen in der Schulkultur sind mit Kraftaufwand und Zeit zehrenden Prozessen verbunden – dies ist einer der blinden Flecken in der politischen Debatte. Das muss sich ändern.

Aus Schleswig-Holstein war nur eine Schule in der Befragung dabei. Es verstärkt sich aber das Bild, das auch ich von meinen zahlreichen Schulbesuchen mitnehme. Es fehlt an Zeit in unseren Schulen.

Eines ist klar: Ein drastischer Stellenabbau von 3650 Stellen, wie die Landesregierung ihn bis 2020 plant, ist ebenso das falsche Signal wie der Stillstand bei der Reform der Lehrerbildung. Die Formel lautet also: Gesündere Lehrkräfte, bessere SchülerInnen.

 

 

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